Solarförderung

Hessen will weniger Zuschüsse für Solarenergie

Die hessische Landesregierung will die staatlichen Zuschüsse für Solarstrom senken. Grund dafür seien die gesunkenen Kosten für die Anschaffung der Anlagen. Generell soll Solarenergie aber weiterhin gefördert werden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Fürstenhagen (red/ddp) - Weil Solaranlagen deutlich günstiger geworden seien, fordert die hessische Landesregierung eine Senkung der staatlichen Zuschüsse für Solarenergie. Die gesunkenen Kosten müssen sich nach Ansicht von Energiestaatssekretär Mark Weinmeister auf die Höhe der Einspeisevergütung auswirken, auch wenn Solarenergie natürlich weiterhin gefördert werden soll.

Auch andere Bundesländer fordern Kürzung

Auch die Umweltminister anderer Bundesländer haben sich nach Angaben von Weinmeister im vergangenen Jahr für eine Senkung der staatlichen Zuschüsse ausgesprochen. Der Bundesrat hingegen hatte erst Anfang des Monats die von der Regierungskoalition geplanten Einsparungen bei der Förderung von Solarstrom gestoppt.

Kürzungen um bis zu 16 Prozent im Gespräch

Die Länderkammer rief deshalb jetzt den Vermittlungsausschuss des Bundes an, um eine moderate Kürzung der Zuschüsse zu erreichen. Ürsprünglich geplant war, nach einem mit den Stimmen von CDU und FDP beschlossenen Gesetz, die Zuschüsse zum ersten Juli um bis zu 16 Prozent zu kürzen. In Hessen gibt es derzeit um die 38.000 Photovoltaik Anlagen. Alle zusammen liefern Solarenergie in Höhe von 0,45 Tetrawattstunden.