Steinkohlekraftwerk

Hessen will Raumordnungsverfahren für neuen Kraftwerksblock

Für den geplanten milliardenteuren Ausbau des Steinkohlekraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg bei Hanau soll es ein Raumordnungsverfahren geben. Das hat Hessens Landesregierung am Freitag entschieden. SPD und Grüne nannten die Entscheidung "überfällig".

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden/Großkrotzenburg (ddp-hes/sm) - Er wolle, dass mögliche Belastungen für Mensch und Umwelt sowie die Raumverträglichkeit umfassend geprüft würden, sagte Ministerpräsident Roland Koch (CDU) zur Begründung.

Gegen das Staudinger-Projekt regt sich in der Region heftiger Widerstand. So warnen Umweltschützer vor einem stark steigenden CO2-Ausstoß als Folge einer Erweiterung.

Der Energiekonzern E.ON will in Großkrotzenburg für rund 1,2 Milliarden Euro einen neuen Kraftwerkblock bauen. Dadurch soll eines der größten Steinkohlekraftwerke der Welt mit einer Leistung von 1100 Megawatt entstehen.