Eifrige Mülltrennung

Hessen verwertet knapp 30 Prozent des Hausmülls thermisch

In Hessen wird immer mehr Müll getrennt erfasst und verwertet. Im Jahr 2010 belief sich die Menge der Bioabfälle auf rund 780.000 Tonnen, wie Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) am Dienstag in Wiesbaden sagte. Zudem sei die Verwertungsquote beim Restmüll deutlich gesteigert worden.

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Wiesbaden (dapd/red) - "In den letzten zehn Jahren konnte die Menge um zehn Prozent gesteigert werden. Mit 128 Kilogramm je Einwohner liegt Hessen deutlich über dem Bundesschnitt von 111 Kilogramm", so die Ministerin. Am eifrigsten trennten die Hessen im Schwalm-Eder-Kreis (249 Kilogramm Bioabfall pro Kopf) und in der Stadt Maintal (213 Kilogramm).

Auch die Verwertung von Elektroaltgeräten und Leichtverpackungen sei gestiegen, führte Puttrich aus. 2010 seien 46.011 Tonnen an alten Elektro- und Elektronikgeräten zurückgenommen worden - im Vergleich zu 32.168 Tonnen im Jahr 2008. Analog sei die Menge des Hausmülls in der grauen Tonne von 205 Kilogramm pro Einwohner im Jahr 2000 auf 175 Kilogramm im Jahr 2010 und damit um 15 Prozent zurückgegangen.

Hausmüll: 57 Prozent werden verwertet

Vom angefallenen Hausmüll seien 57 Prozent verwertet worden, mehr als die Hälfte davon thermisch, sagte Puttrich. Zehn Jahre zuvor habe die Verwertungsquote beim Restmüll lediglich 40 Prozent betragen. Der größere Teil sei damals noch auf zentralen Mülldeponien beseitigt worden.

Puttrich nannte als Ziel die Entwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft in Hessen. Dazu sei es auch nötig, Bioabfälle in Zukunft "vorrangig zu vergären und die Vergärungsreste anschließend zu kompostieren, damit das energetische Potenzial dieser Abfälle im Sinne des weiteren Ausbaus der erneuerbaren Energien ausgeschöpft werden kann".