Regeländerungen

Hessen erleichtert Investitionen in erneuerbare Energien

Hessen erleichtert Unternehmen künftig Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien. Um den Betrieben leichteren Zugang zum Kapitalmarkt zu verschaffen, wurden die Regeln für eine Vergabe von Landesbürgschaften etwa in Biomasse, Geothermie, Wasserkraft oder Biogas ausgedehnt.

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Wiesbaden (ddp/red) - So habe Finanzminister Karlheinz Weimar in Absprache mit Umweltministerin Silke Lautenschläger (beide CDU) die Regeln zur Vergabe von Landesbürgschaften ausgedehnt, teilte das Finanzministerium am Montag in Wiesbaden mit. Nach den neuen Bestimmungen gelte die für die Vergabe einer Landesbürgschaft erforderliche Voraussetzung eines "volkswirtschaftlich besonders gerechtfertigten Vorhabens" nun auch für Investitionen beispielsweise in Biomasse, Geothermie, Wasserkraft oder Biogas.

Damit falle es Unternehmen leichter, bei ihren Hausbanken für Investitionsvorhaben im Bereich regenerativer Energien Kreditmittel zu beantragen. Die Zielgruppe bestehe hierbei aus kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch Konzerne könnten Bürgschaften beantragen. Die Bürgschaften des Landes werden den Angaben zufolge als quotale Ausfallbürgschaften übernommen. Sie dürften unter anderem 70 Prozent der Kreditsumme nicht übersteigen. Die maximale Höhe für eine Ausfallbürgschaft betrage 25 Millionen Euro.

Mit diesen Regeländerungen für Landesbürgschaften unterstreiche die Regierung "ihr besonderes Interesse am Ausbau und an der Nutzung" erneuerbarer Energien, sagte Lautenschläger. Weimar fügte hinzu, das Ziel einer wirtschaftlichen und gleichzeitig umweltverträglichen Energiepolitik müsse auch durch "das Instrument der Bürgschaftsvergabe" unterstützt werden.