Zugehen auf Grüne

Hessen-CDU schlägt dreitägige Anhörung zur Energiepolitik vor

Die hessische CDU schlägt den anderen Parteien im Wiesbadener Landtag eine dreitägige Anhörung zur Energiepolitik vor. Der Landtagswahlkampf habe gezeigt, dass die Energiepolitik ein wichtiges Thema sei, sagte CDU-Generalsekretär Michael Boddenberg am Dienstag in Wiesbaden.

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Wiesbaden (ddp-hes/sm) - Bei der Umsetzung des Themas seien aber "noch viele Fragen offen". In der Anhörung sollten deshalb alle Aspekte des Themas, etwa auch Netzkapazitäten oder die Frage nach der Konkurrenz der Biomasse zur Nahrungsmittelerzeugung erörtert werden. Realistisch sei Boddenberg zufolge ein Termin im Herbst.

Damit bewegt sich die CDU weiter auf die Grünen zu, die sie nach wie vor für die Bildung einer schwarz-gelb-grünen Koalition umwirbt. Die CDU habe die Wahl nicht so absolviert, wie sie wollte, deshalb müsse sie sich nun genauso bewegen wie alle anderen, sagte Boddenberg. Der Generalsekretär signalisierte auch erstmals ein vorsichtiges Entgegenkommen der CDU beim Thema Windenergie, die "ein Teil des Energiemix" sei.

Allerdings werde diese Energieform im Binnenland Hessen weiter die geringste Rolle spielen. "Es gibt keinen neuen Wind", sagte Boddenberg. Stattdessen will die CDU künftig verstärkt auf Solarenergie und Geothermie setzen. Die Sonne werde wohl "der Energieträger der Zukunft" werden, sagte Boddenberg. Zugleich halte die CDU aber auch an ihrer Forderung nach der Verlängerung von Laufzeiten der Atomkraftwerke fest.