Investition

Hessen: 300 Millionen Euro in Ersatzbrennstoffanlage

Der Industrieparkbetreiber Infraserv Höchst investiert in Frankfurt am Main rund 300 Millionen Euro in eine Ersatzbrennstoffanlage. Es handelt sich um die größte Anlage dieser Art in Deutschland und die bislang größte Einzelinvestition im Industriepark, wie ein Sprecher am Montag mitteilte.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp-hes/sm) - Die Grundsteinlegung ist für das erste Halbjahr geplant, in Betrieb genommen werden soll die Anlage Ende 2008. Nach Angaben des Sprechers entstehen 40 Arbeitsplätze.

Ersatzbrennstoffe sind sortierte und aufbereitete Haus- und Gewerbeabfälle, die seit 1. Juni 2005 nicht mehr deponiert werden dürfen. Durch die Verbrennung wird die Anlage dem Sprecher zufolge etwa 70 Megawatt elektrische Leistung beziehungsweise 250 Tonnen Dampf pro Stunde in das Netz des Industrieparks einspeisen.

Der Bau der Anlage sei zentraler Bestandteil des ganzheitlichen Energiekonzepts für den Industriepark Höchst, sagte der Geschäftsführer von Infraserv Höchst, Roland Mohr. "Wir wollen unsere eigenen Energieerzeugungskapazitäten ausbauen, um im Interesse unserer Standortkunden unabhängiger von den Entwicklungen auf dem Energiemarkt zu werden", fügte er hinzu.