Statistik

Hessen: 17 200 Beschäftigte in Energie- und Wasserversorgung

Seit Anfang der 90er-Jahre ist in der hessischen Versorgungswirtschaft jeder vierte Arbeitsplatz weggefallen, im vergangenen Jahr beschäftigten die 100 hessischen Versorgungsunternehmen insgesamt 17 200 Menschen. Sie erhielten einen Jahresbruttolohn von 43 500 Euro, das waren reichlich vier Prozent mehr als 2003.

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Wiesbaden (red) - Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, beschäftigten im Jahr 2004 die 100 "Betriebe der Energie- und Wasserversorgung" in Hessen insgesamt 17 200 Personen. Das waren knapp zwei Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Etwa 9400 Personen waren in der Elektrizitätsversorgung tätig, 2400 in der Gasversorgung sowie 600 in der Fernwärmeversorgung. Damit arbeiteten über 70 Prozent der Beschäftigten dieses Wirtschaftsbereichs in der Energieversorgung. Weitere 2500 gehörten zur Wasserversorgung. In den sonstigen Bereichen, zu denen zum Beispiel baugewerbliche oder Verkehrsbetriebsteile zählen, arbeiteten 2300 Personen.

Im Durchschnitt arbeitete jeder Beschäftigte 128 Stunden pro Monat, drei mehr als ein Jahr zuvor. Dafür wurde ein Jahresbruttolohn beziehungsweise -gehalt von 43 500 Euro gezahlt - reichlich vier Prozent mehr als 2003.

Zu Beginn der Neunzigerjahre waren noch knapp 24 000 Personen in der Energie- und Wasserversorgung tätig. Ursache dafür, dass seitdem beinahe jeder vierte Arbeitsplatz weggefallen ist, seien hauptsächlich langfristige Strukturveränderungen gewesen, ermittelten die Statistiker. Vor allem seien Betriebsteile ausgegliedert worden, die nicht mit der eigentlichen Energie- und Wasserversorgung in Zusammenhang standen. In den sonstigen Betriebsteilen habe deshalb die Zahl der tätigen Personen um fast zwei Drittel abgenommen. Aber auch in den Hauptgeschäftsfeldern wurde rationalisiert und umstrukturiert. Besonders der Einsatz modernerer, wartungsärmerer Kraftwerks- und Übertragungstechnik in der Energieversorgung habe dazu geführt, dass hier fast 2000 Beschäftigte freigesetzt wurden. In der Wasserversorgung seien es knapp 450 gewesen.