Wegen Bezugskosten

Hertener Stadtwerke erhöhen Gaspreis zum 1. Juli

Die Hertener Stadtwerke haben angekündigt, den Netto-Arbeitspreis bei Erdgas um 0,30 Cent pro Kilowattstunde anzuheben. Als Begründung nannte Stadtwerke-Geschäftsführer Gisbert Büttner die gestiegenen Bezugspreise. Dies könne sich jedoch im nächsten Jahr mit dem freien Gasmarkt ändern.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Herten (red) - "Wir erhöhen nicht einfach unsere Preise, um mehr Gewinn zu machen", betonte Büttner. Mit der weltweiten Energienachfrage stiegen auch die Energiepreise. Büttner: "Grundsätzlich versuchen wir, höhere Einkaufspreise nicht als Preisanpassung an unsere Kunden weiterzugeben, sondern beispielsweise durch einen günstigeren Einkauf aufzufangen. Im April konnten wir so eine Gaspreiserhöhung vermeiden. Zum 1. Juli ist das leider nicht möglich."

Mit der Preiserhöhung der Stadtwerke steige der Arbeitspreis im Raumwärme-Tarif von 4,60 Cent pro Kilowattstunde auf 4,90 Cent pro Kilowattstunde. Das Unternehmen rechnet vor, dass für einen Durchschnittshaushalt mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden mit dieser Erhöhung eine monatliche Mehrbelastung von brutto 5,80 Euro entstünde.

Im nächsten Jahr könnte die Preisgestaltung schon anders aussehen, so der Geschäftsführer: "Noch sind wir an die vertraglich geregelten Beschaffungspreise mit unserem Vorlieferanten RWE Gas gebunden. Zukünftig haben wir einen freien Gasbeschaffungsmarkt und können für die Gaskunden in Herten zudem Preisvorteile durch unsere Beteiligung am Erdgasspeicher in Epe generieren."

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