Unlautere Wettbewerbspraktiken

Hertener Stadtwerke: Einstweilige Verfügung gegen eprimo

Die Hertener Stadtwerke haben eine einstweilige Verfügung gegen die RWE-Tochter eprimo vor dem Landgericht Bochum erwirkt. Anlass dafür war die Tatsache, dass bei Angeboten neuer Stromlieferverträge bei Haustürgeschäften im Hertener Stadtgebiet unseriöse Praktiken angewandt und falsche Behauptungen aufgestellt wurden, so das Unternehmen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Herten (red) - Wie die Herthener Stadtwerke mitteilen, hätten eprimo-Vertriebsmitarbeiter gegenüber den Kunden der Hertener Stadtwerke bei Haustürgeschäften falsche Behauptungen aufgestellt. Eine Behauptung war beispielsweise, dass das ganze Stadtgebiet Herten bereits von RWE versorgt würde und die Hertener Stadtwerke "pleite" bzw. "verschuldet" seien und daher keine Preissenkungen an die Kunden weitergeben können.

Darüber hinaus hätten die eprimo-Mitarbeiter - ohne Verbrauchsdaten der Kunden zu erfragen - behauptet, die Stadtwerke seien zu teuer und eprimo sei generell günstiger. "Die Hertener Stadtwerke stellen sich jeden Tag dem Wettbewerb auf dem Energiemarkt", so Stadtwerke-Geschäftsführer Gisbert Büttner, "aber derartige Verunglimpfungen und Falschaussagen können wir nicht tolerieren."

"Wie bereits in anderen Städten hat das Gericht der eprimo GmbH dieses unlautere und wettbewerbswidrige Verhalten nun auch ausdrücklich für Herten verboten", so Büttner.