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Heizung unterm Dach wird immer interessanter

Bei Holzpellets, Kohle oder Öl ist die Aufstellung des Wärmeerzeugers im Keller durch die Brennstofflagerung vorgegeben. Bei Erdgas ist es dagegen durch die entfallende Lagerung möglich, das Gerät für Heizung und Warmwasser unterm Dach aufzustellen. Damit sind eine Reihe von technischen und wirtschaftlichen Vorteilen verbunden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Eine besonders clevere, platzsparende und preiswerte Möglichkeit der Wärmeversorgung fürs Haus wird immer interessanter: die Erdgasheizung unterm Dach. Bei Holzpellets, Kohle oder Öl ist die Aufstellung des Wärmeerzeugers im Keller durch die Brennstofflagerung vorgegeben. Bei Erdgas ist es dagegen durch die entfallende Lagerung möglich, das Gerät für Heizung und Warmwasser unterm Dach aufzustellen. Damit sind eine Reihe von technischen und wirtschaftlichen Vorteilen verbunden. Darauf macht jetzt die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. aufmerksam.

(1) Es ist kein separater Heizraum notwendig. Die Heizung kann in einem winzigen Nebenraum, hinter der Verkleidung in einer kleinen Nische im Treppenhaus oder auch offen wandhängend in einem Dachgeschosszimmer angebracht werden. (2) Die Abgasabführung ist sehr einfach und kostengünstig. Es wird kein Schornstein benötigt, sondern nur ein Abgasrohr. Dadurch können erhebliche Kosten eingespart werden. (3) Ein Wechsel von Strom (z. B. mit Nachtspeicheröfen) zu Erdgas ist somit ohne nachträglichen Schornsteinbau möglich. (4) In älteren Häusern müssen jetzt aufgrund gesetzlicher Vorschriften "Heizungs-Oldtimer" ausgewechselt werden. Das ist oft mit einer teuren Sanierung des Schornsteins verbunden. Eine Aufstellung der neuen Heizungsanlage unterm Dach kann auch hier die Lösung sein, eine Sanierung des Schornsteins ist dann nicht mehr erforderlich.

(5) Im Keller gewinnt man zusätzlichen Platz. (6) Viele Häuser werden heute ganz ohne Keller geplant und realisiert. Gerade hier sind Wärmezentralen unterm Dach eine ideale Lösung. (7) Eine Solarkollektoranlage kann optimal eingebunden werden, da beide Systeme dann dicht zusammen stehen. Das Warmwasser muss nicht erst durch das ganze Haus bis zum Speicher geleitet werden. Dadurch werden Pumpenstrom gespart und unnötige Energieverluste vermieden. (8) In hochwassergefährdeten Gebieten ist die Heizung unterm Dach am sichersten.

Die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. bietet deshalb zu diesem Thema eine neue Broschüre "Erdgas-Dachheizzentralen" an, die Infos sowohl für den Hausbesitzer als auch für den Installateur enthält.