Wartung

Heizung noch rechtzeitig überprüfen lassen

Mit dem Start in die Heizsaison werden nach Expertenschätzung in Deutschland rund 5,5 Millionen nur unzureichend oder überhaupt nicht gewartete Heizanlagen in Betrieb genommen. Das Ergebnis: Die Heizung arbeitet nicht so effizienzt, wie sie könnte, somit steigen die Heizkosten.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Remscheid (ddp.djn/red) - Eine einen Millimeter dicke Schicht Ruß auf den Wärmetauscherflächen des Heizgerätes bedeutet beispielsweise einen Mehrverbrauch von fünf Prozent, erklärt Andreas Christmann vom Heizungsspezialisten Vaillant hin.

Wartung der Heizung nur vom Fachmann

Die Wartung der Heizanlage sollten Hausbesitzer aus Sicherheitsgründen dem Fachmann überlassen, eine Reihe von Arbeiten können sie aber auch selbst erledigen. Dazu zählt Christmann zufolge Kontrolle und Reinigung der Heizflächen. Wurden diese in den Sommermonaten etwa mit Möbeln zugestellt, verringert sich die Heizleistung drastisch. Auch Staubansammlungen zwischen Radiatorenrippen oder im Innenraum von Flachheizkörpern reduzieren die Wärmeabstrahlung deutlich und erhöhen damit den Verbrauch.

Heizkörper entlüften und Thermostate prüfen

Anschließend sollten alle Heizkörper mit einem in Heimwerkermärkten erhältlichen Spezialschlüssel entlüftet werden. Luft im Heizsystem vermindert nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern kann auch zu Korrosion und Rohrbrüchen führen.

Schließlich sollten die Thermostatventile daraufhin untersucht werden, ob sie noch leichtgängig sind. Staubablagerungen müssen beseitigt werden. Anschließend ist der Wasserdruck in der Heizanlage zu prüfen. Spätestens nach dem Entlüften kann der Wasserdruck unterhalb der empfohlenen Markierung stehen. Beim Nachfüllen des Wassers darf keinesfalls die Umwälzpumpe der Heizanlage in Betrieb sein, damit nicht automatisch wieder neue Luft in das Heizsystem gesaugt wird, so der Experte.