Bund der Energieverbraucher

Heizung: Erneuerung mit Augenmaß spart Kosten

Der Bund der Energieverbraucher informiert: Jedes Jahr Kesselverjüngung spart ein Prozent Heizkosten. Nach Wartung und Einstellung durch einen Fachbetrieb erfüllen selbst alte Heizungen die geforderten Abgasverlustwerte von maximal elf Prozent. Das kann aber noch weit weg sein von einer sparsamen Heizung.

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Rheinbreitenbach (Bund der Energieverbraucher/sm) - Am 1. November 2004 laufen die Übergangsfristen für alte Heizkessel endgültig aus. "Das ist angesichts steigender Öl- und Gaspreise eine gute Gelegenheit, sich über die eigene Heizung Gedanken zu machen. Die Bußgelddrohung für die Heizungs-Abgassünder von maximal 1000 Euro ist dabei weniger bedrohlich als über Jahre zu hohen Energiekosten einer energiefressenden Heizung", gibt der Bund der Energieverbraucher zu bedenken.

Eine aktuelle Befragung von 27 000 Haushalten ergab: Das Baujahr des Heizkessels erhöht den Energieverbrauch um ein Prozent pro Jahr des Heizungsalters. So können zehn bis 20 Prozent Heizenergie ungenutzt verlorengehen. Nach Wartung und Einstellung durch einen Fachbetrieb erfüllen selbst alte Heizungen die geforderten Abgasverlustwerte von maximal elf Prozent. Das kann aber noch sehr weit weg sein von einer sparsamen Heizung.

Ist die Heizung älter als 15 Jahre dann verlangt die Energieeinsparverordnung ab 2006 eine Heizungserneuerung in nicht selbstbewohnten Ein- und Zweifamilienhäusern. In diesen Fällen lohnt es sich, schon in diesem Jahr über eine Erneuerung nachzudenken. Jeder Heizungsbesitzer sollte sich fragen:

  • Wie hoch liegt der jährliche Energieverbrauch bezogen auf die Wohnfläche? Werte über 200 oder gar 300 Kilowattstunden pro Quadratmeter sind laut Bund der Energieverbraucher Alarmsignal. Neben schlechter Dämmung sei meist auch die Heizung verantwortlich für den hohen Verbrauch.
  • Ist der Heizkeller warm? Das ist ein Hinweis auf eine schlechte Dämmung des Kessels, wenn der Heizkeller unbeheizt ist.
  • Ist die Regelung richtig eingestellt? Durch richtige Einstellung oder Erneuerung der Regelung kann die Heizung wesentlich effizienter arbeiten. Das ist mit keinen oder viel geringeren Kosten behaftet, als eine Heizungserneuerung.

Wenn die Heizung erneuert werden muss, sollte auch eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung und eine Holz- oder Pelletheizung in Betracht gezogen werden, rät der Bund der Energieverbraucher. Zur Solar- oder Pelletheizung gehört stets auch ein großer Wasserspeicher, in dem Wärme gepuffert werden kann. Ein großer Pufferspeicher sei auch für den Heizungsbetrieb günstig, weil er die Zahl der Brennerstarts deutlich reduziert. Immerhin startet eine normale Heizung 20.000 mal jährlich, wobei wie beim Anfahren eines Autos große Verluste auftreten.