Hohe Nachfrage

Heizöl verteuert sich trotz sinkender Rohölpreise

Trotz sinkender Rohölpreise ist Heizöl in Deutschland im Vergleich zur Vorwoche teurer geworden. 100 Liter des Brennstoffs kosteten am Donnerstag im Schnitt rund 74,50 Euro und damit 1,50 Euro mehr als noch vor einer Woche, wie ein Sprecher des Energie Informationsdienstes (EID) mitteilt.

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Hamburg (AFP/sm) - Grund dafür sei die derzeit hohe Nachfrage. Nachdem die Hauseigentümer in den vergangenen Monaten wegen der hohen Heizölpreise mit ihren Bestellungen abgewartet hätten, gebe es jetzt Lieferengpässe bei den Händlern. Vor allem im Süden und Südosten Deutschlands sei mit Verzögerungen zu rechnen. Dort sei Heizöl wegen der hohen Nachfrage im Schnitt um fünf Euro teurer als in den übrigen Landesteilen, sagte der Sprecher.

An den Tankstellen habe sich der Preisrückgang beim Rohöl dagegen deutlich bemerkbar gemacht, sagte der EID-Sprecher. Der Liter Superbenzin habe sich im Vergleich zur Vorwoche um fünf Cent verbilligt und koste derzeit im Schnitt rund 1,27 Euro. Der Dieselpreis ging um einen Cent zurück auf 1,25 Euro.

Unterdessen erreichte der Ölpreise am Donnerstag in New York den tiefsten Stand seit Juni 2007 und lag zeitweise bei 65,90 US-Dollar je Fass (159 Liter).