Gesunkener Ölpreis

Heizöl: Handel rüstet sich für verstärkte Nachfrage

Angesichts des aktuellen Abwärtstrends beim Ölpreis rüstet sich der Handel für eine verstärkte Nachfrage. "Ich würde in den nächsten Tagen kaufen", sagte ein Sprecher der Mineralölfirma Wilhelm Hoyer KG in Visselhövede am Freitag. Doch noch scheinen die Kunden zu zögern.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Die Aufträge ließen noch auf sich warten, nachdem die Abwärtsbewegung des Preises dank der Freigabe von Millionen Fass aus Reserven erst am Donnerstagnachmittag bekannt geworden sei. Die Zahl der telefonischen Anfragen für Heizölpreise sei aber bereits stark gestiegen.

Tipp: In den nächsten Tagen kaufen

Der Preis für einen Liter Heizöl beim Kauf von 2.000 Litern beträgt zurzeit etwa 65 Cent ohne Mehrwertsteuer. Das sind immer noch zehn Cent mehr als vor einem Jahr, der Trend geht jedoch erst einmal nach unten. Der Händler begründete seine Kaufempfehlung für "die nächsten Tage" so: "Der Preis wird noch ein paar Tage herunter gehen, dann rechne ich mit einer Gegenreaktion."

Zur Ferienzeit wird wenig gekauft

Die Kunden warteten noch ein paar Tage ab in der Hoffnung, dass der Preis weiter sinke, sagte er. Zwar werde in der Ferienzeit ohnehin nie viel gekauft , "da haben die Kunden andere Ausgaben im Sinn". Tatsächlich seien die Voraussetzungen für einen Anstieg der Nachfrage in den nächsten Wochen aber gut. Die Tanks der Ölheizungen seien meist verhältnismäßig leer. "Die Bevorratung ist so niedrig wie selten", sagte der Ölhändler. Ursache dafür seien die in der Vergangenheit hohen Preise. Die Verbraucher hätten daher nur das Nötigste gekauft. Normal sei, dass im September viel Öl gekauft werde.