Stabile Energiepreise

Heizkraftwerk in Stavenhagen geht ans Netz

Das Pfanniwerk im mecklemburg-vorpommerschen Stavenhagen erhält eine neue Energieversorgung: Letzte Woche ist das von der Neubrandenburger Nehlsen Entsorgung GmbH gebaute und betriebene Heizkraftwerk ans Netz gegangen, welches aus Ersatzbrennstoffen Strom und Wärme erzeugt.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Schwerin (red) - Ab August werden jährlich 95.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe eingesetzt, um Strom und Dampf zu erzeugen. Zur Verarbei­tung von rund 150.000 Tonnen Kartoffeln im Jahr benötigte das Werk der Pfanni GmbH & Co. OHG bisher mehrere Millionen Kubikmeter an Erd­gas. Um die steigenden Energiekosten zu senken, wurde die Energieversorgung von Gas auf Ersatzbrennstoffe umgestellt.

"Stabile Ener­giepreise sind für die Unternehmen mit energieintensiver Pro­duktion ein wichtiger Wettbewerbs- und Standortfaktor", sagte Mecklemburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Jürgen Seidel bei der feierlichen Inbe­triebnahme in Stavenhagen.

Die Bedeutung von Abfall als Rohstoff- und Energiereserve nehme zu, die heutige Abfallwirtschaft ist gleichzeitig Energie­wirtschaft. In den mechanisch-biologischen Anlagen in Meck­lenburg-Vorpommern fallen pro Jahr rund 200.000 Tonnen an Ersatzbrennstoffen, so genannten "heizwertreichen Frak­tionen", an. Derzeit seien in dem Bundesland drei Anlagen zur Verwertung heizwertreicher Fraktionen geneh­migt, die Anlage in Stavenhagen ist die erste, die den Betrieb aufgenommen hat.