Aus Müll

Heizkraftwerk in Mecklenburg erzeugt Strom aus Deponiegas

Die landeseigene Deponie Ihlenberg im Landkreis Nordwestmecklenburg wird immer mehr zum Strom- und Wärmelieferanten. Umweltminister Wolfgang Methling (PDS) weihte dort kürzlich das dritte Blockheizkraftwerk sowie ein neues Sickerwasserspeichersystem ein.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Selmsdorf (ddp-nrd/sm) - Mit Hilfe der neuen Technik sollen die jährlich auf der Müllhalde austretenden rund 30 Millionen Kubikmeter Deponiegase ökologisch sinnvoll verwertet werden. Rund 20 000 Tonnen Kohlendioxid können den Angaben zufolge durch Stromeinspeisung und Nutzung der Abgaswärme vermieden werden. Durch das neues System für das Sickerwasser soll die Geruchsbelästigung weiter gemindert werden.

Die Investitionskosten für das im Dezember 2004 fertiggestellte Heizkraftwerk belaufen sich auf 2,8 Millionen Euro. Das neue Sickerwassersystem kostete den Angaben zufolge 600 000 Euro.

Aus den Deponien des Landes entweicht laut Methling jährlich eine Methanmenge, die einem Kohlendioxidpotenzial von 95 000 Tonnen entspricht. Im Vergleich dazu erzeuge die Industrie im Jahr rund 700 000 Tonnen Kohlendioxid, sagte er.