Zertifikate für Brennstoffe

Heizkosten könnten noch einmal massiv steigen (Upd.)

Die Heizkosten könnten in den kommenden Jahren noch einmal deutlich steigen. Die Bundesregierung plant einem Zeitungsbericht zufolge, im Jahr 2015 Kohlendioxid-Zertifikate für alle Brennstoffe einzuführen. Inzwischen hat ein Sprecher den Bericht zurückhaltend kommentiert.

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Hamburg/Berlin (dapd/red) - "Inwiefern Instrumente wie Zertifikate im Vergleich zu anderen Instrumenten einen grundsätzlichen Mehrwert für Energieeinsparungen erbringen können, ist unklar", sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin auf dapd-Anfrage. Es gelte nun, in Gesprächen zu prüfen, ob ein solches Instrument sinnvoll sei.

Heizkosten könnten massiv steigen

Die "Financial Times Deutschland" hatte unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, die Bundesregierung wolle die Zertifikate in vier Jahren für alle Brennstoffe einführen. Händler, die etwa Heizöl, Erdgas oder Holzpellets verkaufen, müssten diese dann erwerben. Inwieweit sie den Preis für diese Emissionsrechte auf ihre Kunden überwälzen können, wäre vom Markt abhängig.

Führende Vertreter des Bauministeriums sowie der Ressorts für Finanzen, Umwelt und Wirtschaft wollen sich dem Blatt zufolge nach der Sommerpause treffen, um Einzelheiten auszuarbeiten. "Das wird eine Lösung, die jahrelang Bestand haben wird", zitierte die Zeitung einen Regierungsvertreter.

Die neuen CO2-Zertifikate für Brennstoffe sollen helfen, die Klimaschutzziele der Bundesregierung umzusetzen. Bis 2050 soll der sogenannte Primärenergiebedarf von Wohngebäuden um 80 Prozent sinken. Damit ginge wiederum eine Verringerung der Heizkosten einher.