Berliner Morgenpost

Heizkosten bei Berliner Wohnungsgesellschaft jahrelang falsch abgerechnet

Die Berliner Wohnungsgesellschaft Stadt und Land, die mehr als 60.000 Wohnungen verwaltet, hat jahrelang Heizkosten falsch abgerechnet. Etwa zehn Prozent der Mieter haben Heizungsableser nicht in ihre Wohnungen gelassen, ihr Verbrauch wurde zu gering geschätzt, die Differenz pauschal auf alle Mieter umgelegt.

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Berlin (red) - Bei der Berliner Wohnungsgesellschaft Stadt und Land, die in der Hauptstadt mehr als 60.000 Wohnungen verwaltet, wurden jahrelang Heizkosten falsch abgerechnet. Wie die Berliner Morgenpost in ihrer Freitagausgabe berichtet, mussten Mieter zum Teil erheblich zu viel zahlen.

Der Grund: Etwa zehn Prozent der Mieter haben Heizungsableser nicht in ihre Wohnungen gelassen, ihr Verbrauch wurde zu gering geschätzt, die daraus resultierende Differenz pauschal auf alle Mieter umgelegt. Stadt-und-Land-Geschäftsführer Rudolf Kujath bestätigte auf Anfrage der Berliner Morgenpost diese Verfahrensweise. Die Konsequenz: Die Heizkostenabrechnungen der vergangenen drei Jahre werden überprüft, zu viel gezahlte Nebenkosten würden den Mietern mit der nächsten Abrechnung erstattet.