76 Prozent

Heizenergie: Erdgas ist die Nummer eins

Mittlerweile gibt es in Deutschland etwa 17 Millionen erdgasbeheizte Wohnungen. Im vergangenen Jahr haben sich wieder 76 Prozent der Bauherren von Neubauwohnungen für diese umweltschonende Art der Heizung entschieden. Neben der positiven Umweltbilanz sprechen auch die flexiblen Anwendungsmöglichkeiten für Erdgas.

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Erdgas als Heizenergie legt weiter zu - und das mit deutlichem Vorsprung: Im letzten Jahr haben sich in Deutschland 76 Prozent der Bauherren von Neubauwohnungen für eine Erdgasheizung entschieden. Es folgen abgeschlagen Heizöl mit elf Prozent, Fernwärme mit acht Prozent sowie Strom, Kohle und Sonstige mit zusammen fünf Prozent. Die Anzahl erdgasbeheizter Wohnungen nimmt um mehrere Hunderttausend pro Jahr zu und liegt inzwischen bei etwa 17 Millionen.

Dass Erdgas bei den Hausbesitzern in Deutschland ein so hohes Ansehen genießt, kommt nicht von ungefähr: Umweltaspekte, Komfort, Kosten und flexible Anwendungsmöglichkeiten sprechen für diesen Energieträger. Erdgas ist z. B. der umweltschonendste aller fossilen Energieträger, da bei der Verbrennung von Erdgas im Vergleich zur Kohle nur halb soviel Kohlendioxid freigesetzt wird. Bezogen auf Erdöl beträgt die Reduktion immerhin noch ein Viertel. Da hauptsächlich Kohlendioxid für den Treibhauseffekt verantwortlich gemacht wird, leistet der verstärkte Einsatz von Erdgas einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. Außerdem werden bei seiner Verbrennung praktisch kein Schwefeldioxid und Staub sowie nur vernachlässigbar geringe Mengen an Kohlenmonoxid und organischen Verbindungen freigesetzt.

Neben der positiven Umweltbilanz sprechen aber auch die flexiblen Anwendungsmöglichkeiten für Erdgas. So erobert es sich immer mehr neue Anwendungsbereiche im Haushalt, z. B. Wäschetrockner und Sauna im Keller, Wärmestrahler und Erdgasgrill auf der Terrasse, den Kaminofen im Wohnzimmer und vieles mehr. Hauptanwendungsgebiet im privaten Bereich ist aber nach wie vor die Heizungsanlage. Die effizienteste Form der Heizung überhaupt verkörpert zurzeit die Erdgas-Brennwerttechnik. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie auch die Abgaswärme nutzt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen wird hier die im Wasserdampf enthaltene Wärme - die sonst ungenutzt als Abgaswärme durch den Schornstein entweichen würde - mittels eines Wärmetauschers zurückgewonnen. Dadurch ist eine Steigerung des Nutzungsgrades um bis zu elf Prozent möglich.