Energiebedarf

Heimische Energiegewinnung auf stabilem Niveau - Import unverändert

Inländische Energiequellen deckten im vergangenen Jahr mehr als ein Viertel des gesamten Energiebedarfs in Deutschland. Die Abhängigkeit von Energieimporten hat sich damit nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) nicht weiter erhöht.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin/Köln (20.03.2007) – Die Gewinnung und Nutzung heimischer Energieträger erreichte 2006 insgesamt eine Höhe von 127,5 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten und lag nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Heimische Ressourcen hatten einen Anteil von knapp 26 Prozent am gesamten Energieverbrauch in Höhe von 493,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten.

Braunkohle führend bei Energiegewinnung

Mit Abstand wichtigster heimischer Energieträger ist die Braunkohle. Mit einer Jahresförderung von 176,3 Millionen Tonnen (54,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten) erreichte die Braunkohle einen Anteil von über 42 Prozent an der gesamten inländischen Energiegewinnung. Der Steinkohlenbergbau kam mit einer Förderung von knapp 22 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten auf einen Anteil von fast 17 Prozent.

Die Erdgasförderung erreichte eine Höhe von 20,1 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten, das entspricht einem Anteil an der inländischen Energiegewinnung von 15,8 Prozent. Mineralöl trug mit rund vier Prozent, Wasserkraft mit rund zwei Prozent und die Windenergie mit rund drei Prozent zum Aufkommen der heimischen Energieressourcen beim teilt die AGEB mit.

Unterschiedliche Importquoten

Trotz der stabilen heimischen Energiegewinnung ist Deutschland in erheblichem Maße auf die Einfuhr von Energieträgern angewiesen. Die höchste Importquote besteht mit 96 Prozent beim Mineralöl, dem wichtigsten Energieträger. Der Erdgasverbrauch wird zu mehr als vier Fünfteln durch Lieferungen aus dem Ausland gedeckt. Bei der Steinkohle ist der Importanteil weiter gestiegen und liegt jetzt bei rund zwei Dritteln.

Demgegenüber wird der Braunkohlenbedarf komplett aus der inländischen Gewinnung gedeckt. Wasser- und Windkraft konnten ihren Beitrag zur Energiebilanz im vergangenen Jahr weiter ausbauen. Die Kernenergie kann angesichts der in Deutschland vorgehaltenen Brennstoffvorräte mit mehrjähriger Reichweite und international üblichen Konditionen den heimischen Energieträgern zugeordnet werden. Bei Berücksichtigung der Kernenergie vermindert sich die Abhängigkeit des Landes von Energieimporten deutlich von 74 Prozent auf rund 62 Prozent.