Schluss

HEAG beendet Engagement in Gera

Die Darmstädter HEAG hat ihre Anteile an der Energieversorgung Gera GmbH und der Kraftwerke Gera GmbH verkauft. Grund: Mit Anteilen von 25,1 Prozent konnten die Dinge nicht wie gewünscht gestaltet werden.

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Nach zehn Jahren "Aufbauhilfe Ost" hat der Darmstädter Energieversorger HEAG sein Engagement für die Energieversorgung in Gera (EGG) jetzt beendet. Die Hessische Elektrizitäts-AG verkaufte mit Wirkung zum 21. Juni ihre Anteile (25,1 Prozent) an der Energieversorgung Gera GmbH (EGG). Gleichzeitig trennte sich die HEAG Versorgungs-AG von ihren Anteilen (ebenfalls 25,1 Prozent) an der Kraftwerke Gera GmbH (KWG).

Neuer Besitzer der Anteile ist die Stadtwerke Gera AG. Diese ist damit Alleingesellschafterin der EGG und KWG, da sich auch die bisher an beiden Gesellschaften beteiligten TEAG Thüringer Energie AG (je 14,8 Prozent) und die Contigas Deutsche Energie AG (je zehn Prozent) von ihren Anteilen getrennt haben. Für den Ausstieg bei Gera nennt der HEAG-Vorstand folgende Gründe: "Mit unseren Anteilen von je 25,1 Prozent konnten wir in Gera die Dinge nicht so gestalten, wie es unserer Strategie entspricht - und das ist auf Dauer nicht sinnvoll. Auf der anderen Seite war es auch nicht möglich, in Gera Mehrheitsbeteiligungen zu erlangen. Dies sind die Hauptgründe für die Trennung von Gera. Der HEAG-Konzern wird zukünftig zwei zentrale Ziele verfolgen. Zum einen bauen wir unsere regionale Präsenz in Südhessen als umfassender Energiedienstleister aus. Zum anderen werden wir auf nationaler Ebene im Energiehandel und -vertrieb mit der Citiworks Deutsche Stadtwerke Allianz vertreten sein. Dafür benötigen wir auch die Ressourcen, die bisher in Gera gebunden waren."