RWE-Projekt

Haushaltsgeräte laufen bei niedrigen Strompreisen

Mehr als 350 Teilnehmer am Projekt der RWE testen in Mülheim an der Ruhr schon, wie sie mit neuen Messgeräten, dem Internet und wechselnden Marktpreisen ihren Stromverbrauch kostensparend gestalten können. Über einen virtuellen Marktplatz können sie die Preise beobachten und ihre Geräte dann laufen lassen, wenn es günstig ist.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Mülheim/Essen (red) - Rund 100 Haushalte werden dazu auch über Waschmaschinen, Wäschetrockner oder Spülmaschinen verfügen, die ausgelöst durch günstige Marktpreise starten. Individuelle Verbräuche und Marktpreise für Strom erkennt jeder Testteilnehmer an einem virtuellen Marktplatz, den er im Internet über ein Passwort erreicht, den sogenannten "E-DeMa"-Marktplatz. Das Kürzel E-DeMa steht für die Entwicklung und Demonstration dezentral vernetzter Energiesysteme hin zum E-Energy Marktplatz der Zukunft. Schon über 180 Haushalte seien aktiv geworden, so die RWE.

Niedrige Marktpreise oder Ökostrom-Spitzen nutzen

Mit den Informationen können die Testhaushalte ihre Haushaltgeräte so laufen lassen, dass niedrige Marktpreise genutzt werden. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Verbrauch geringer ist oder besonders viel Strom aus erneuerbaren Energien im Netz ist. Die technischen Vorbereitungen für den Anschluss der weiteren Haushalte (700 sollen es insgesamt werden) laufen auf Hochtouren und werden voraussichtlich Ende März 2012 abgeschlossen sein. Der Praxistest dauert bis zum 30. November dieses Jahres.

Die beim Test erzielten Ergebnisse werden über alle Testhaushalte gesammelt und nach einem Bonussystem von RWE prämiert. Der Erlös soll einem Energieeffizienzprojekt in Mülheim an der Ruhr zugutekommen.