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GebäudeuntersuchungThermografie selbst gemacht: Schmilzt der Schnee auf dem Dach deutlich schneller als in der Nachbarschaft, weist dies auf eine schlechte Dämmung hin. Auch daran, wie der Frost auf dem Dach schmilzt, könne man Schwachstellen am Gebäude entdecken.
Osnabrück (ddp.djn/red) - Die Schneeschmelze auf dem Dach des Eigenheims kann Aufschluss über seinen energetischen Zustand geben. "Drei Viertel der Gebäude sind vor 1984 gebaut worden und größtenteils unsaniert, also wahre Energieschleudern", sagt Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Die hausgemachte "Thermografie" zeigt Schwachstellen am Gebäude. Der Hausbesitzer kann mit Hilfe von Raureif oder Schnee Schwachstellen am Gebäude selbst entdecken. Wenn das Dach morgens noch mit Frost überzogen ist, beobachtet er nach einiger Zeit unter Umständen, dass die Ziegel von inzwischen nassen Längsstreifen überzogen werden. Das ist ein Zeichen dafür, dass Wärme an den Dachsparren nach außen dringt und das Abtauen fördert, eine sogenannte Wärmebrücke. An den eventuell schlecht gedämmten Stellen geht Energie verloren und es kann sich Schimmel bilden.
Taut das komplette Dach deutlich schneller ab als das des Nachbarn, zeigt es, dass entweder die Schrägen oder aber die obere Geschossdecke unzureichend gedämmt sind. Manchmal ist der Bereich um Dachfenster schneller wieder eisfrei als der Rest der Ziegel. Dann sind vermutlich die Übergänge des Dämmmaterials fehlerhaft verarbeitet.
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Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bietet in diesem Winter in 21 Städten und sechs Kreisen sogenannte Thermografie-Aktionen an. Unter dem Motto "Mein Haus spart" können dabei Verbraucher Wärmebilder ihrer Immobilien anfertigen lassen und eine anschließende Energieberatung buchen, informiert das NRW-Wirtschaftsministerium.
Risse und Löcher im Putz können zum Eindringen von Feuchte führen, auch die Dämmung ist hiervon mitunter betroffen. Durchnässte Dämmstoffe schützen jedoch nur unzureichend vor Wärmeverlusten, was zu höheren Heizkosten führt. Thermografie-Aufnahmen zeigen, wo Wärme aus dem Gebäude entweicht.
In ausgebauten Dachräumen wird es im Sommer ziemlich warm, daher ist eine gute Dämmung wichtig. Die Verbraucherzentrale Erfurt rät, Dachräume mit Holzfaser- oder Zellulosedämmstoffen zu isolieren, denn das erhöhe die Speicherfähigkeit im Vergleich zu Mineralwolle oder Styroldämmplatten um 400 Prozent.
Ausgebaute Dachräume können sich im Sommer besonders stark aufheizen. Kühl halten kann man diese mit einer Holzfaser- beziehungsweise Zellulosedämmstoffen. Damit lässt sich eine gute Wärmedämmung erreichen, wie die Verbraucherzentrale Thüringen informiert.
Billige Thermoaufnahmen von der Außenfassade eines Hauses sind wenig aussagekräftig. Der Bauherren-Schutzbund (BSB) und der Bundesverband für Angewandte Thermografie warnen energiebewusste Eigenheimbesitzer davor, sich allein darauf zu verlassen. Strompreise vergleichen
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