Freiwilligkeit statt Zwang

Hauseigentümer kritisieren Wärmegesetz zu erneuerbaren Energien

Der Eigentümerschutzverband Haus und Grund kritisiert das am Freitag im Bundestag zur Abstimmung stehende Klimapaket der großen Koalition. Insbesondere das Wärmegesetz zum Einsatz erneuerbarer Energien sei mangelhaft, sagte Haus-und-Grund-Präsident Rolf Kornemann der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Osnabrück (ddp/sm) - Anstatt auf das freiwillige Engagement der Hauseigentümer zu setzen, stelle sich die Umweltpolitik der Bundesregierung mit komplizierten Ausnahmeregelungen und rechtlich anfechtbaren Förderbestimmungen ins Abseits. So sei unerklärlich, weshalb der Bund den Ländern die Befugnis einräume, die Nutzung erneuerbarer Energien im Wohnungsbestand zur Pflicht zu machen, kritisierte Kornemann. "Dieser Zwang wird das Tempo der energetischen Sanierung im Gebäudebestand stark abbremsen", warnte er.

Kornemann wies in diesem Zusammenhang auf die zu erwartenden Kosten hin. Jährlich würden etwa 500.000 Heizungsanlagen ausgetauscht. Wenn die Länder die Nutzung erneuerbarer Energien verpflichtend vorschrieben, belaste dies jeden betroffenen Eigentümer mit durchschnittlich 7200 Euro - zusätzlich zu den ohnehin anfallenden Kosten für eine neue Heizungsanlage.