Strom-News
Tipps für BauherrenDie Zirkulation von Warmwasser beansprucht viel Energie und sollte deshalb möglichst vermieden werden. Bauherren sollten dies schon bei der Planung einer Anlage berücksichtigen, rät die Verbraucherzentrale Saarland.
Saarbrücken (ddp.djn/red) - Normalerweise wird bei einer zentralen Warmwasserbereitung mittels einer Zirkulationspumpe das Warmwasser über die Warmwasserleitung und eine zusätzliche Zirkulationsleitung vom Speicher bis kurz vor die Zapfstellen umgewälzt. Der Vorteil ist, dass sofort oder zumindest recht schnell warmes Wasser zur Verfügung steht. Der Nachteil ist, dass durch die ständige Umwälzung viel Energie über die Rohrleitung verloren geht. Auch die Pumpe benötigt Strom.
Ziel sollte es daher sein, möglichst ohne eine Zirkulation auszukommen. Das ist möglich, so die saarländischen Verbraucherschützer, wenn bei der Planung von Neuanlagen die Leitungslängen vom Speicher bis zur Zapfstelle möglichst kurz gehalten werden. Erreicht wird das durch die räumliche Nähe von Bad und Küche sowie die zentrale Platzierung des Steigestranges zu den Zapfstellen. Kurze Stichleitungen zu den Entnahmestellen verringern die Zapfbeginnverluste und das Legionellenrisiko.
Bei sehr langen Leitungswegen vom Warmwasserspeicher bis zur Zapfstelle bleibt jedoch eine Zirkulation erforderlich. Dann müssen die Leitungen besonders gut gedämmt sein. Die Energiesparverordnung fordert darüber hinaus selbstständig wirkende Einrichtungen zum An- und Abschalten der Zirkulationspumpe. Bei einem Einfamilienhaus lassen sich durch eine sechsstündige Zirkulationsunterbrechung etwa fünf Prozent des Gesamtenergiebedarfs für die Warmwasserbereitstellung einsparen.
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