Studie

Hartz-IV reicht nicht für Stromkosten aus

Die Regelsätze beim Hartz-IV hinken den Stromkosten hinterher, so das Ergebnis einer Studie. Je nach Haushaltsgröße oder Heizart kann die Differenz bis zu 19 Euro monatlich betragen. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung hält eine Anpassung der Bedarfssätze für angebracht.

Stromkosten© babimu / Fotolia.com

Berlin (dpa/red) - Die Hartz-IV-Regelsätze reichen einer Studie zufolge bei vielen Empfängern nicht aus, um die Stromkosten vollständig abzudecken. Je nach Größe des Haushalts fehlten im Mittel monatlich fünf bis elf Euro, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Deutschen Caritasverbandes und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Wenn im Haushalt das Wasser mit einem Boiler erhitzt wird, ist die Differenz noch einmal um 9 bis 19 Euro monatlich größer. Die Daten für die Studie wurden den Angaben zufolge in mehr als 22.000 Haushalten bei Energieberatungen des Caritasverbandes erhoben.

Stromkosten decken sich bei Hartz-IV über den Regelbedarf

Die Stromkosten müssen - anders als Miete und Heizkosten, die der Staat direkt übernimmt - aus dem Regelbedarf gedeckt werden. Der Bedarf eines Haushalts richtet sich nach Personenzahl und Alter der Kinder. Aus Sicht des ZEW legen die Ergebnisse nahe, "dass die Pro-Kopf-Bedarfe für Strom angepasst werden sollten".

Quelle: DPA