Three Mile Island

Harrisburg: Radioaktivität in US-Kernkraftwerk freigesetzt

Im Atomkraftwerk Three Mile Island in Harrisburg (Pennsylvania) ist am Wochenende radioaktive Strahlung freigesetzt worden. Da sich den diesem Kernkraftwerk 1979 der schlimmste Atomunfall der USA ereignete, war die Aufregung entsprechend groß.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Im berühmt-berüchtigten AKW Three Mile Island ist bei Wartungsarbeiten im Reaktorsicherheitsbehälter Radioaktivität ausgetreten. Einige Arbeiter seien einer geringen Strahlung ausgesetzt gewesen, für die Bevölkerung bestand keine Gefahr, wie der Betreiber des Kernkraftwerkes mitteilte.

150 Mitarbeiter in Kernkraftwerk

In einem Teil der Anlage, die seit Ende Oktober wegen Wartungsarbeiten geschlossen ist, sei es plötzlich zu Strahlenalarm gekommen. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich rund 150 Arbeiter in dem Gebäude aufgehalten. Diese seien Medienberichten zufolge vorsichtshalber evakuiert worden. Nur bei wenigen Mitarbeitern seien erhöhte Strahlungswerte gemessen worden, die aber noch weit unter den Grenzwerten lagen, so der Betreiber der Anlage. Die nukleare US-Kontrollbehörde NRC wolle den Vorfall untersuchen.

Schwerster Atomunfall in den USA

Der Vorfall in Harrisburg sorgte für große Aufregung, da genau dieses Kraftwerk für den größten Atomunfall der USA steht. 1979 war es in einem Reaktor des Kraftwerkes Three Mile Island zu einer partiellen Kernschmelze gekommen. Seitdem wurde in den USA kein neues Kernkraftwerk mehr gebaut.