Rasanter Ausbau

Hannover Messe: Windkraft entwickelt sich weltweit zum Jobmotor

Die deutsche Windkraftbranche hat heute auf der Hannover Messe Bilanz gezogen: Im vergangenen Jahr waren 35 000 Menschen bei Herstellern, Zulieferern und Projektierern beschäftigt. In diesem Jahr werden weitere 3000 neue Jobs erwartet. Zudem rechnet die Branche mit einem Zubau in der Größenordnung von 2500 bis 3000 Megawatt.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Der rasante Ausbau der Windkraft-Nutzung belebt immer mehr den Arbeitsmarkt, vor allem in strukturschwachen Regionen. Ende des vergangenen Jahres waren allein in Deutschland etwa 35 000 Menschen in der Branche beschäftigt, unter anderem bei Herstellern, Zulieferern und Projektierern. "In diesem Jahr erwarten wir mindestens 3000 weitere neue Jobs in der Windbranche", sagt Andreas Eichler, Sprecher des Firmenbeirates im Bundesverband WindEnergie (BWE), heute zum Auftakt der Hannover Messe 2002.

Schon im vergangenen Jahr hatten mehrere Hersteller und Zulieferer ihre Produktionskapazitäten an vorhandenen Standorten ausgebaut und neue Fabriken errichtet. Beispielswiese nahm der deutsche Marktführer Enercon GmbH in Magdeburg-Rothensee eine neue Rotorblattfabrik in Betrieb, die Nordex AG errichtete ein ähnliches Werk in Rostock, und die Pfleiderer Wind Energy GmbH eröffnete in Coswig bei Dresden ein neues Montagewerk für Windturbinen. Weitere Produktionsstätten sind sowohl im In- als auch im Ausland im Bau. Bereits im vergangenen Rekordjahr wurden in Deutschland 2659 Megawatt Windkraft-Leistung neu installiert, der Umsatz der Branche betrug fast 3,5 Milliarden Euro. Für dieses Jahr rechnen Experten mit einem ähnlichen Zubau in der Größenordnung von 2500 bis 3000 Megawatt.