Handzettel "Der Strommann kommt" stammen nicht von der Bewag

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Viele Kunden der Berliner Bewag erhalten zurzeit einen Handzettel mit der Aufschrift "Der Strommann kommt". Dieser stammt, wie der Regionalversorger gestern mitteilte, nicht von der Bewag und wurde auch nicht von ihr in Auftrag gegeben.



Bei den Zetteln handelt es sich um nicht persönlich adressierte Flugblätter auf Blankopapier mit handschriftlich eingetragenen Terminen. Angekündigt wird darin, dass die Bewohner Besuch von einem "Strommann" bekommen und zu einem genannten Termin ihre letzte Stromabrechnung bereit halten sollen.



Für die Berliner Verbraucher, die zu 97 Prozent Kunden der Bewag sind, entsteht damit der Eindruck, ihr Energieunternehmen wolle die Jahresrechnung prüfen. Aus dem Schreiben geht allerdings nicht die vermeintliche Absicht des Absenders hervor, sich Zugang zu den Daten der Stromkunden zu verschaffen. Der Zweck des Besuches werde, so die Bewag, bewusst verschleiert. Dieses Vorgehen sei wettbewerbswidrig und verstoße gegen Paragraph 1 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Die Bewag habe deshalb am gestrigen Montag die Urheber dieses Handzettels abgemahnt.