Strom-News
StatementHandwerkspräsident Otto Kentzler hat den Bundestag aufgefordert, die Mittel für das Programm zur energetischen Gebäudesanierung nicht zu kürzen. Auch beim Wohnungsbau seien Anreize sinnvoll. So verbrauche ein neues Musterhaus rund 45 Prozent weniger Energie als ein Standardneubau.
Osnabrück (ddp/red) - "Dieses Modell darf nicht ausgebremst werden", sagte Kentzler der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). Das Handwerk setze darauf, dass sich Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) durchsetze und der ursprüngliche Ansatz von 1,5 Milliarden Euro an Fördermitteln jeweils in diesem und dem nächsten Jahr zur Verfügung steht. In der kommenden Woche wird über den Bundeshaushalt abgestimmt.
Kentzler verwies auf die seiner Ansicht nach positiven Effekte der energetischen Sanierung, da sie "zum Klimaschutz beiträgt, Energiekosten senkt und zusätzlich noch die Beschäftigung im Handwerk stärkt".
Nach Auffassung des Handwerkspräsidenten sind auch beim Wohnungsbau zusätzliche Anreize nötig. Die Zahl der Baugenehmigungen sei bis Mitte 2009 auf einen Tiefpunkt gesunken. Es deute sich aber eine Trendwende an. Experten sähen einen Bedarf für mindestens 300.000 neue Wohnungen im Jahr. Kentzler plädierte für eine Aufstockung der staatlichen KfW-Förderung für energiesparende Neubauten. Das ab 2010 geförderte KfW-Musterhaus 55 verbrauche 45 Prozent weniger Energie als ein Standardneubau. Sanierungsprojekte für den Altbestand würden dennoch deutlich stärker gefördert.
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