"Modernste Technologie"

Handelskammer fordert Bau von Kohlekraftwerk in Bremen

Die Handelskammer setzt sich für das geplante Kohlekraftwerk in Bremen ein. Eine Absage an das moderne Kraftwerk hätte fatale Folgen für den ganzen Wirtschaftsstandort, zudem würde die Investition einen erheblichen ökonomischen Anschubeffekt für Bremen geben.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Bremen (ddp-nrd/sm) - "Wenn sich die Politik jetzt gegen den Bau dieses Kraftwerks mit modernster Technologie ausspricht, wird das fatale Folgen für den gesamten Wirtschaftsstandort haben", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben von Präses Lutz Peper und Hauptgeschäftsführer Matthias Fonger an Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD).

Neben den zu erwartenden 280 neuen Arbeitsplätzen werde es wegen des hohen Investitionsvolumens in der Bauphase einen erheblichen ökonomischen Anschubeffekt für Bremen geben. Zudem werde es dem Energieversorger swb nur dann dauerhaft möglich sein, auch in regenerative Energien zu investieren, wenn Bremen als Energieerzeugungsstandort langfristig gesichert bleibe.

Rund 1000 swb-Mitarbeiter hatten am Mittwoch für den Bau des Kraftwerks demonstriert. Die swb will für knapp eine Milliarde Euro das Kohlekraftwerk bauen, braucht dafür aber eine behördliche Genehmigung. Das Thema hatte in den Koalitionsverhandlungen von SPD und Grünen für Zündstoff gesorgt, da die Grünen gegen den Bau sind. Bei ihrem nächsten Gespräch wollen sich die beiden Parteien auf eine Lösung einigen.