Emissionshandel

Handelsblatt: Nicht genügend Zertifikate für neue Kraftwerke

Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hatten sich am vergangenen Wochenende auf neue Regeln für den Emissionshandel verständigt. Doch da für die nächsten Jahre der Bau zahlreicher neuer Kraftwerke geplant ist, werden laut dem Handelsblatt die Emissionszertifikate knapp.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Wenn auch nur annähernd so viele neue Anlagen gebaut werden wie angekündigt, müsse man den Altanlagen die Zertifikate drastisch wegnehmen, meint der Gerd Rosenkranz von der Deutschen Umwelthilfe (DUH).

Für 2008 bis 2012 habe die Enerigebranche die Inbetriebnahme zahlreicher neuer Kraftwerke angekündigt, so sollen 23 Stein- und drei Braunkohlekraftwerke sowie zahlreiche Gaskraftwerke gebaut werden. Diese werden laut dem Handelsblatt in der Handelsperiode insgesamt 370 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen verursachen. Die Neuanlagen-Reserve, die nach der Neuregelung des Emissionshandels zur Verfügung stehe, belaufe sich aber auf nur 125 Milliarden Tonnen. Jedoch ist der Bund gesetzlich dazu verpflichtet, ausreichend Zertifikate für neue Anlagen bereitzustellen.

Laut dem Handelsblatt könne dies dazu führen, dass der Bund vergebene Zertifikate von den Energiekonzernen – die zuvor kostenlos ausgegeben wurden - zurückkaufen muss, um diese für die neuen Kraftwerke wieder auszugeben.

Weiterführende Links