Entscheidung bald

Handelsblatt: E.ON-Trennung von VNG "knifflig"

E.ON ist verzweifelt auf der Suche nach einem Käufer für die Anteile an der Verbundnetz Gas AG, die das Unternehmen im Zuge der Fusion mit Ruhrgas verkaufen muss. Dieser sollte die Auflagen der Ministererlaubnis erfüllen, aber gleichzeitig die langfristige Strategie von E.ON nicht stören, schreibt das Handelsblatt in seiner Online-Ausgabe.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge, will sich E.ON-Vorstandschef Wulf Bernotat noch bis zum Ende dieses Jahres von den Anteilen an der Verbundnetz Gas AG (VNG) trennen. Allerdings sei diese Entscheidung "knifflig" schreibt das Blatt weiter, da neben finanziellen Details auch eigene strategische Interessen berücksichtigt werden müssten. Der Verkauf von 42,1 Prozent an VNG ist eine der letzten Aufflagen, die E.ON im Zusammenhang mit der Fusion mit Ruhrgas erfüllen muss.

Das Handelsblatt zitiert einen Branchenkenner, der das Dilemma konkretisiert: E.ON müsse einen Käufer finden, der die Kriterien der Ministererlaubnis erfüllt, gleichzeitig aber die langfristige Strategie von E.ON nicht stört. Im Moment gelten Gaz de France (GdF), die norwegische Statkraft und die BASF-Tochter Wintershall gemeinsam mit der russischen Gazprom als Kandidaten. Der norwegische Versorger wäre insofern interessant, als dass er E.ON ein Tauschgeschäft vorgeschlagen hat: Für die VNG-Beteiligung und 27,4 Prozent am Oldenburger Versorger EWE werden 44,6 Prozent an der schwedischen Sydkraft in die Waagschale geworfen, schreibt das Handelsblatt.

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