Umstieg auf Ökostrom

Hamburger SPD fordert schnelleren Verzicht auf Atomstrom

Der Hamburger SPD-Chef Ingo Egloff hat einen schnelleren Verzicht auf Atomstrom in der Hansestadt gefordert. Zwar denke die Hamburger CDU öffentlich darüber nach, den Stromliefervertrag mit Vattenfall nachzuverhandeln, letztendlich werde aber kein ernsthafter Versuch dafür unternommen, so Egloff.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Die Bereitschaft dazu sei zwar bei Vattenfall gegeben, in der "zuständigen Wirtschaftsbehörde aber merkwürdigerweise nicht". Neben einer sofortigen Nachverhandlung des laufenden Vertrages mit Vattenfall rief Egloff die Hamburger CDU dazu auf, von der Forderung Abstand zu nehmen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern.

Medienberichten zufolge berät die vom Senat eingerichtete Lenkungsgruppe Klimaschutz darüber, den gerade erst mit Vattenfall geschlossenen Vertrag nachzuverhandeln oder aber Zertifikate zu kaufen, mit denen regenerative Energieprojekte gefördert werden. Damit solle ein Umstieg auf 100 Prozent Ökostrom erreicht werden. Damit wäre Hamburg wohl die erste Metropole weltweit, die ihre Stromversorgung konsequent auf regenerative Energien umstellen würde.

Erst Anfang Juli hatte Vattenfall den Zuschlag für die Stromversorgung der meisten öffentlichen Gebäude Hamburgs erhalten. Der auf drei Jahre festgelegte Vertrag mit dem schwedischen Energiekonzern umfasst die jährliche Lieferung von 310 Millionen Kilowattstunden Strom. Nur 25 Prozent davon sollen aus erneuerbaren Energien stammen.