Lieferbeginn 2008

Hamburger Senat schreibt Strombedarf europaweit aus

Die Hamburger Wirtschaftsbehörde wird den Strombedarf für sämtliche öffentliche Einrichtungen der Hansestadt in einem europaweiten Verfahren neu ausschreiben. Dabei soll rund ein Viertel des Bedarf aus regenerativen Energien erzeugt werden, vorzugsweise aus möglichst neuen Anlagen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Lieferbeginn soll der 1. Januar 2008 sein, wie ein Behördensprecher gestern mitteilte. ei der Beschaffung des Stromes soll ein deutlicher Beitrag zur Kohlendioxid-Minderung geleistet werden. Rund 25 Prozent des Strombezugs der öffentlichen Gebäude sollen demnach aus erneuerbaren Energiequellen kommen.

Um das Ziel zu erreichen, plant der Senat den Angaben zufolge, zusätzlich zu dem bereits über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geförderten Anteil am Strombezug Grünstromzertifikate für eine Strommenge von rund 25 Millionen Kilowattstunden pro Jahr zu erwerben. Der Lieferant der Grünstromzertifikate müsse gewährleisten, dass der Strom nicht zusätzlich durch staatliche Fördermaßnahmen wie dem EEG subventioniert werde. Darüber hinaus soll der Strom aus möglichst neuen Anlagen stammen.

Der geschätzte Auftragswert bei einem Gesamtverbrauch von etwa 330 Millionen Kilowattstunden pro Jahr für rund 4600 Abnahmestellen beläuft sich dem Behördensprecher zufolge nach heutigem Strompreis auf jährlich etwa 50 Millionen Euro.