Koalitionsverhandlungen

Hamburg: CDU und Grüne ringen um Einigung bei Kraftwerksbau

Die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und Grünen in Hamburg sind in eine vorentscheidende Phase getreten. In der vierten Verhandlungsrunde ringen beide Seiten seit heute Morgen unter anderem um den Bau des Kohlekraftwerkes in Moorburg, ein besonders strittiges Thema in den Parteien.

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Hamburg (ddp-nrd/sm) - Die Grünen lehnen den Kraftwerksbau sowie die ebenfalls von der CDU befürwortete Elbvertiefung bisher ab. In der vergangenen Woche hatten sich beide Seiten deshalb auf die Bildung von entsprechenden Arbeitsgruppen verständigt. Über deren Ergebnisse sollte am Freitag beraten werden.

Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU) erwartete vor Gesprächsbeginn "nur Gutes" von den Verhandlungen. CDU-Fraktionschef Frank Schira sagte, "ich glaube, wir kommen heute gut voran. Mal sehen, wie weit wir kommen". Grünen-Spitzenkandidatin Christa Goetsch betonte, sie rechne "mit sehr intensiven Verhandlungen". Dem Radiosender NDR 90,3 sagte sie im Hinblick auf einen möglichen Verzicht auf den Bau des Kraftwerks Moorburg zugunsten der Elbvertiefung "ein Kuhhandel ist eigentlich bei politischen Verhandlungen nicht angesagt".