Aktuelles Gesetzesvorhaben

Häuserbau: Auf neue Energie-Verordnung achten

Weil noch in diesem Jahr die Energieeinsparverordnung geändert werden soll, müssen Bauherren bei einem Neubau darauf achten, bereits ihre Auflagen zu erfüllen. Probleme kann es insbesondere bei schlüsselfertigen Häusern geben, da die Bauverträge nur die momentane Gesetzeslage beachten.

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Berlin (red) - Wer den Bau eines Hauses plant, kann derzeit von niedrigen Zinsen und zahlreichen staatlichen Fördermöglichkeiten für energiesparendes Bauen profitieren. Allerdings ist für dieses Jahr eine Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) geplant - deshalb sollten Bauherren aufpassen, dass ihr Haus am Ende auch den künftig geltenden gesetzlichen Anforderungen entspricht, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin.

Probleme könne es vor allem bei schlüsselfertigen Häusern geben. Denn entsprechende Bauverträge enthielten oft die Klausel, dass die bei Vertragsabschluss gültige Energieeinsparverordnung gilt. Wird das Haus später als geplant fertig und in dieser Zeit eine neue EnEV gültig, müsse der Neubau aber der novellierten Verordnung entsprechen. Durch die zusätzlichen Energiesparmaßnahmen verteuere sich der Bau im Nachhinein - ein Streit über Nachzahlungen sei programmiert. "Nur, was im Bauvertrag und dem dazugehörigen Bauleistungsverzeichnis genau aufgelistet und festgelegt ist, das muss der Schlüsselfertiganbieter später auch liefern. Folglich muss der Hauskäufer auch alles, was im Vertrag fehlt, aber zu einem fertigen Haus, das auch die gesetzlichen Bauanforderungen allesamt erfüllt dazu gehört, später zusätzlich beauftragen und natürlich auch extra bezahlen", heißt es vom VPB.

Käufer schlüsselfertiger Häuser sollten im Bauvertrag festschreiben lassen, dass die Ausführung nach den Regeln der geltenden Energieeinsparverordnung geschuldet wird, rät der Verband. Das schütze vor Auseinandersetzungen über Nachzahlungen.