Studie

Gute Öko-Bilanz für Windenergieanlagen

Moderne Windenergieanlagen benötigen weniger als drei Monate, um den Energieaufwand auszugleichen, der für ihre Produktion und Errichtung nötig ist. Das ergaben neue Berechnungen des Freiburger Grünen Emissionshauses in Zusammenarbeit mit dem ebenfalls in Freiburg ansässigen Öko-Institut.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Windenergieanlagen zeichnet eine gute Öko-Bilanz aus: Bereits nach knapp einem Vierteljahr ist die Primärenergie-Bilanz einer modernen Windenergieanlage positiv - dann nämlich hat sie soviel Strom produziert, dass der gesamte Primärenergieaufwand für Herstellung und Errichtung wieder ausgeglichen ist. Das hat Das Grüne Emissionshaus in Freiburg gemeinsam mit dem Öko-Institut anhand aktueller Daten des Herstellers Enercon errechnet. Die Berechnungen wurden mit Hilfe des Öko-Bilanz-Programms GEMIS durchgeführt und basieren auf einer 1,8-MW-Anlage des Typs Enercon E-66 auf einem 98 m-Betonturm mit einer jährlichen Stromproduktion von etwa vier Millionen Kilowattstunden.

Auch wenn man den Schadstoffausstoß zu Grunde legt, dauert es nur wenige Monate, bis die Bilanz positiv ist: So hat die Windenergieanlage schon nach viereinhalb Monaten Betrieb der Atmosphäre mehr Kohlendioxid erspart, als im Rahmen der Herstellung und Errichtung ausgestoßen wurde. Die Bilanz bei Schwefeldioxid und Stickoxiden ist nach rund acht beziehungsweise neuneinhalb Monaten positiv.

Über eine 20-jährige Betriebszeit vermeidet eine Windenergieanlage insgesamt rund 49.000 Tonnen Kohlendioxid, mehr als 52 Tonnen Schwefeldioxid und knapp 45 Tonnen Stickoxide. Das sind die Schadstoffmengen, die freigesetzt würden, wenn der Strom statt aus Windenergie von dem derzeitigen deutschen Kraftwerkspark käme. "Diese Daten widerlegen all jene, die die Windenergie als energetisch ineffizient und ökologisch sinnlos abstempeln", kommentierte Heinrich Röder, Geschäftsführer des Grünen Emissionshauses, das Ergebnis der Studie.