Große Bedeutung

Gutachten zur Rolle großer Wasserkraftwerke veröffentlicht

Eine im Auftrag des Bundesumweltministeriums von der Stuttgarter Unternehmensberatung Fichtner erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass durch Ausbau und Modernisierung alter Wasserkraftwerke in den nächsten zehn Jahren ein zusätzliches Stromerzeugungspotenzial von knapp einer Terawattstunde pro Jahr erschlossen werden könnte.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Vor dem Hintergrund der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) unterstreicht ein im Auftrag des Umweltministeriums erarbeitetes Gutachten die Bedeutung großer Wasserkraftwerke für die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien.

Die im Auftrag des Bundesumweltministeriums von der Stuttgarter Unternehmensberatung Fichtner erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass durch Ausbau und Modernisierung alter Wasserkraftwerke in den nächsten zehn Jahren ein zusätzliches Stromerzeugungspotenzial von knapp einer Terawattstunde pro Jahr erschlossen werden könnte. Dies entspräche der Versorgung von etwa 300 000 Haushalten mit Elektrizität.

Bei der Förderung im Rahmen der bisher gültigen Fassung des EEG werden lediglich Wasserkraftwerke mit einer installierten Anlagenleistung von bis zu fünf Megawatt berücksichtigt. Das Potenzial oberhalb dieser Grenze soll nun durch Erweiterung und Modernisierung bestehender Anlagen, aber auch durch Neubau von Anlagen am alten Standort, erhöht werden. Das Gutachten empfiehlt, künftig die durch Erweiterung oder Ersatz großer Wasserkraftwerke erzielte Mehrleistung gegenüber dem Altzustand in die Vergütung durch das EEG einzubeziehen. Bei einer Modernisierung sei dies nicht erforderlich.