Auf dem Weg zu Börsengang

Gutachten: Steinkohleausstieg der RAG möglich

Nach einem Bericht des Düsseldorfer "Handelsblattes" liegt ein erstes Gutachten zum Börsengang der RAG vor. Danach reichen die Erlöse aus, um bis 2014 die Steinkohleförderung zu beenden. Nicht berücksichtigt wurden dabei die Kosten für betriebsbedingte Kündigungen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Nach dem Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, das dem Handelsblatt in Auszügen vorliegt, werden für den Konzern aus dem Börsengang ein Erlös von 5,5 Milliarden Euro prognostiziert. In der gleichen Höhe habe die RAG bereits Rückstellungen gebildet. Die Lücke zu den berechneten Altlasten und Ewigkeitskosten der Steinkohleförderung von 13,5 Milliarden Euro könnte bis 2014 durch die Anlage des Erlöses durch Zinsen und Zinseszinsen gedeckt werden.

Nicht enthalten seien jedoch die Kosten für betriebsbedingte Kündigungen, für die Bund und Land aufkommen müssten. Nach Angaben des Blattes wäre ein Ende des deutschen Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet und im Saarland ohne betriebsbedingte Kündigungen erst 2018 möglich.

Das Gutachten war vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegeben worden. Die Wirtschaftsministerien wollten die Angaben bisher nicht bestätigen, da die endgültige Fassung des Gutachtens noch nicht vorliege. Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) verwies gegenüber dem "Handelsblatt" außerdem auf das zweite Gutachten zur Werthaltigkeit des RAG-Konzerns, das spätestens bis zum 23. August vergeben werden soll. Ergebnisse sollen Anfang 2007 vorliegen.

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