Steigende Werte

Grundwasser in Fukushima hoch radioaktiv (Upd.)

Im Grundwasser nahe dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind hohe radioaktive Werte gemessen worden. Werte der radioaktiven Substanz Strontium-90 lagen dreißigmal höher als zulässig, wie die Betreiberfirma Tepco am Mittwoch mitteilte. Zudem wurden hohe Konzentrationen des radioaktiven Wasserstoff-Isotops Tritium gemessen.

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Tokio (dpa/red) - Die Tritium-Werte lagen etwa beim Achtfachen der gesetzlichen Obergrenze. Gemessen wurde in einem Testbrunnen in der Nähe des Turbinenhauses von Reaktor 2, nur wenige Meter vom Meer entfernt. Seit Dezember seien dort die Strontium-Werte um das 116-fache gestiegen, die von Tritium um das 17-fache, so Tepco. Auswirkungen auf die Meeresgewässer gebe es vermutlich keine, sagte ein Tepco-Sprecher.

Ursachen nicht bekannt

Die Ursache für die hohen Werte sei derzeit nicht bekannt. In Folge des schweren Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 war das AKW schwer verwüstet worden. Es kam zu Kernschmelzen.

Update: Wieder stark erhöhte Werte gemessen

Im Grundwasser nahe der japanischen Atomruine Fukushima ist nach Angaben der Betreiberfirma erneut stark erhöhte radioaktive Belastung gemessen worden. Werte der radioaktiven Substanz Cäsium-134 seien seit Freitag um das 90-fache angestiegen, teilte Tepco am Dienstag mit. Zudem seien stark erhöhte Konzentrationen von Cäsium-137 gemessen worden. Die Ursache sei derzeit nicht bekannt, sagte ein Tepco-Sprecher. Auch ob belastetes Grundwasser ins Meer geflossen sei, werde noch untersucht.

Quelle: DPA