Nach Widerstand

Grundstein für umstrittenen Müllofen gelegt

In Heringen (Kreis Hersfeld-Rotenburg) ist am Montag der Grundstein für ein neues Müllheizkraftwerk gelegt worden. Die Betreiberfirma BKB - eine Tochter des Energiekonzerns E.ON - will nach der Fertigstellung Ende 2008 jährlich etwa 270.000 Tonnen Abfall in der Anlage verbrennen.

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Heringen (ddp-hes/sm) - Mit der gewonnenen Energie sollen die auf dem Gelände des Kraftwerks befindlichen Anlagen des Düngemittelherstellers K+S versorgt werden. Für den Bau des Kraftwerks hat BKB 120 Millionen Euro veranschlagt.

Gegen das Projekt hatte es in der Region erheblichen Widerstand gegeben. Beim Regierungspräsidium Kassel (RP) gingen im Verlauf des Genehmigungsverfahrens über 7000 Einwendungen ein. Das RP verknüpfte die Genehmigung des Projekts schließlich nach eigenen Angaben mit strengen Emissionsgrenzwerten und umfangreichen Überwachungspflichten des Betreibers.