Ende 2008 in Betrieb

Grundstein für Jülicher Solarkraftwerk mit Stromspreicher gelegt

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat am Freitag in Jülich der Bau eines solarthermischen Versuchs- und Demonstrationskraftwerks begonnen. In seiner Art sei die Anlage weltweit einzigartig, denn Schwankungen bei der Sonnenstrahlung könnten durch einen neuartigen Speicher ausgeglichen werden.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Jülich (ddp/sm) - Dadurch sei es möglich, unabhängig von der Sonneneinstrahlung und damit verbrauchsorientiert Strom zu erzeugen. Die rund 23 Millionen Euro teure Anlage soll im November 2008 in Betrieb gehen. "Das Solarturmkraftwerk Jülich ist ein Meilenstein auf dem Weg zur CO2-freien Stromerzeugung", sagte Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU). Ziel des Projekts sei es, eine solide Basis für die Weiterentwicklung der Solartechnologie zu schaffen und gleichzeitig die Marktführerschaft des deutschen Anlagen- und Maschinenbaus zu sichern.

Bei der Anlage handelt es sich den Angaben zufolge um ein konventionelles Dampfkraftwerk mit "solarer Feuerung". Dabei werde die bisher mit Öl, Gas oder Kohle befeuerte herkömmliche Brennkammer durch eine Solar-Brennkammer ersetzt. Mit Hilfe einer Spiegelfläche von 19.000 Quadratmetern werde Luft auf knapp 700 Grad Celsius erhitzt, um mit dem entstehenden Wasserdampf Strom zu erzeugen. In Zukunft soll es zudem möglich werden, das Kraftwerk bei fehlender Sonne auch mit Biomasse zu betreiben.

Die Wirtschaftsministerien von Nordrhein-Westfalen und Bayern sowie das Bundesumweltministerium fördern die Anlage mit insgesamt 11,6 Millionen Euro. Der restliche Betrag soll von Projektpartnern oder über Kredite finanziert werden.