In Sachsen-Anhalt

Grundstein für Biogasanlage in der Börde gelegt

Eine Biogasanlage mit einem großen Rohstoffverwertungsportfolio wurde heute in Sachsen-Anhalt eingeweiht. Die Anlage in Schackensleben wird neben Gülle auch Maissilage und Getreide als Energielieferanten verwenden. Mit dem dort erzeugten Strom werden Wohnungen, eine Schule und ein Kindergarten versorgt.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Schackensleben (ddp-lsa/sm) - Umweltministerin Petra Wernicke (CDU) hat heute im Schackensleben (Sachsen-Anhalt) den Grundstein für eine Biogasanlage gelegt. Die in einem Kooperationsmodell zwischen der AgriCapital GmbH und der Agrar-Genossenschaft "Börde" Rottmersleben/Schackensleben erbaute Anlage wird ausschließlich auf der Basis nachwachsender Rohstoffe arbeiten, wie das Agrarministerium mitteilte.

Außerdem soll die Anlage neben Gülle vor allem Maissilage und Getreide in Strom und Wärme umwandeln. Eine so umfassende Wärmenutzung von Biogasanlagen sei bisher noch nicht überall die Regel, sagte Wernicke. Es sei vorgesehen, Wohnungen, die Kindertagesstätte sowie das ehemalige Schulgebäude einzubeziehen.

In Sachsen-Anhalt gibt es derzeit 47 Biogasanlagen. Weitere Anlagen von landwirtschaftlichen Betrieben befinden sich in der Planungs- oder Genehmigungsphase. Allein bei Biogas wird geschätzt, dass die bestehenden Potenziale den Bau von 400 bis 600 Anlagen ermöglichen könnten.