In Spanien

Grundstein für Andasol 1 gelegt

Zusammen mit dem Wirtschaftsminister der spanischen Provinz Andalusien hat der Umweltstaatssekretär Matthias Machnig heute den Grundstein für das Sonnenkraftwerk Andasol 1 gelegt. Die Technik des 300-Millionen-Euro-Projekts, das mit Parabolrinnen arbeitet, kommt zum großen Teil aus Deutschland.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Andalusien (red) - Dazu gehören etwa die Solarkollektoren und die Receiver, die mit Fördermitteln des Umweltministeriums entwickelt wurden. Das Ministerium hat auch die Entwicklung des Wärmespeichers gefördert, der den Kraftwerksbetrieb fast 7,5 Stunden ohne Sonneneinstrahlung aufrecht erhalten kann. "Solarkraftwerke sind ein viel versprechender Weg, Strom aus Sonnenenergie im großen Maßstab, d. h. weltweit und kostengünstig zur Verfügung zu stellen. Der Bau dieses Kraftwerks ist auch ein Erfolg konsequenter und kontinuierlicher Technologieentwicklung", erläuterte Machnig.

Bei dem Solarkraftwerk sollen 200.000 Parabolspiegel auf einer Grundfläche von fast 300 Fußballfeldern aufgebaut und kontinuierlich auf die Sonne ausgerichtet werden. Mit den Spiegeln wird die Solarstrahlung auf Receiverrohre konzentriert, die aneinander gereiht 100 Kilometer lang sind. Die darin produzierte Wärme wird zur Erzeugung von Dampf genutzt und über eine Dampfturbine in Strom umgewandelt. Das von der Erlangener Solar Millennium AG entwickelte und in Kooperation mit der spanischen ACS Cobra-Gruppe realisierte Projekt soll 200 000 Menschen mit Strom versorgen. Es bildet den Auftakt für zwei weitere Kraftwerke ähnlicher Bauart am gleichen Standort.