Umweltfreundliche Wärme

Grundschule in Engelskirchen stellt auf Holzpellet-Heizung um

Das Energiebüro Schaumburg und die Energieagentur NRW bewerteten verschiedene Sanierungsvarianten für die 34 Jahre alte Heizung der Grundschule, vor allem der wirtschaftliche Aspekt sprachen dabei für eine Holzpelletheizung. Das Land NRW bezuschusste die Anlage mit 40.000 Euro.

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Wuppertal/Engelskirchen (red) - Die Gemeinde Engelskirchen hat mit der offiziellen Inbetriebnahme einer neuen Heizungsanlage die Wärmeversorgung der Grundschule nun langfristig auf ökologische Weise gesichert. Installiert wurde eine Pelletheizung mit 150 Kilowatt Wärmeleistung sowie ein Erdgaskessel mit 280 Kilowatt. Die Heizungsanlagen seien auf einem hohen technisch Niveau und bieten einen komfortablen Betrieb.

Nach einer eingehenden Bewertung verschiedener Sanierungsvarianten durch das Energiebüro Schaumburg, Marienheide - fachlich begleitet durch die Energieagentur NRW - sprachen vor allem auch wirtschaftliche Aspekte für den Einsatz von Holzpellets. "Nicht zuletzt durch einen Zuschuss in Höhe von fast 40.000 Euro durch die Holzabsatzförderrichtlinie des Landes NRW sprachen letztendlich alle Argumente für die Pelletheizung", so Wolfgang Oberbüscher, Bürgermeister der Gemeinde Engelskirchen. Die alte Gasheizung war bereits 34 Jahre alt und dringend sanierungsbedürftig. "Die Auswertung der Erdgasverbräuche zeigte eine deutliche Überdimensionierung der alten Anlage, so dass die Kesselleistung nun deutlich reduziert wurde", so Diplom-Ingenieur Dietmar Schaumburg. Installiert wurde die Anlage unter Leitung der Firma Haustechnik Breidenbach GmbH.

Die vorhandenen Räumlichkeiten seien für den Einbau einer Pelletheizung nahezu ideal gewesen. So konnte ein ehemaliger Lüftungsraum als Pelletlager eingerichtet werden, aus dem die Holzpellets automatisch zum direkt angrenzenden Heizraum transportiert werden. Der Heizraum bot ausreichend Platz für den Pelletkessel und den Erdgas-Spitzenlastkessel sowie einen Pufferspeicher mit 2.500 Liter. Vom Gesamtwärmebedarf in Höhe von 550.000 Kilowattstunden werden damit voraussichtlich mehr als 90 Prozent durch Holzpellets bereitgestellt. "Vor dem Hintergrund der in den letzten Monaten deutlich gestiegenen Erdgaspreise zeigt sich, dass die Entscheidung in Engelskirchen für Holzenergie absolut richtig war", so Dipl.-Ing. Steffen Hofmann von der Energieagentur NRW.