Sofortiger Bau

Grünes Licht für Kohlelager im Kraftwerk Staudinger

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat den sofortigen Bau des neuen Kohlelagers im Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg genehmigt. Ein öffentliches Interesse am baldigen Bau des geschlossenen Kohlelagers sei aus Gründen des Umweltschutzes vorhanden, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

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Darmstadt/Essen (ddp-hes/sm) - Das Regierungspräsidium hatte das Kohlelager des Kraftwerks bereits im November 2007 genehmigt, aber zunächst noch keinen "Sofortvollzug" erteilt. Obwohl das geschlossene Kohlelager gegenüber dem bisher offenen Lager eine immissionstechnische Verbesserung für die Umwelt bedeutet, hatten die Städte Hanau und Hainburg gegen das Bauprojekt geklagt.

Die Kommunen befürchten durch die Genehmigung eines größeren Kohlelagers auch eine schleichende Akzeptanz für das umstrittene neue Steinkohlekraftwerk in Großkrotzenburg. Gegen den vom Regierungspräsidium erlassenen Sofortvollzug können die Kommunen vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel klagen.

Der Kraftwerksbetreiber E.ON teilte unterdessen auf Anfrage mit, der Baugebinn für den ersten Abschnitt des Kohlelagers sei für Ende April vorgesehen. Der zweite - ebenfalls vom Regierungspräsidium bereits genehmigte Abschnitt - werde hingegen nicht gebaut, bevor das Raumordnungsverfahren für das neue Kraftwerk abgeschlossen und genehmigt sei.