Strom-News
StromantriebDie Grünen-Politikerin Bärbel Höhn fordert die beschleunigte Einführung von Elektroautos. Dies sei mit den Forderungen zum Stromsparen durchaus vereinbar. Zugleich verteidigte Höhn die Forderung ihrer Partei nach einem Atomausstieg und wandte sich gegen den Neubau von Kohlekraftwerken.
Frankfurt/Main (ddp/sm) - "Es sei sinnvoll, bis 2020 eine Million der rund 40 Millionen Autos auf deutschen Straßen auf Stromantrieb umzustellen, sagte Höhn der "Frankfurter Rundschau". "Dafür bräuchte man nur ein halbes Prozent mehr Strom", fügte sie hinzu. Das sei machbar, obwohl die Grünen das Stromsparen als Voraussetzung für eine klimafreundliche Energieversorgung forcieren wollen.
Zu der Forderung ihrer Partei nach dem Atomausstieg sagte Höhn, Atomkraftwerke seien zu gefährlich, wie jetzt auch wieder die Störfälle in französischen Atomanlagen gezeigt hätten. Der Bau von vielen Kohlekraftwerken wiederum werde den Preis für die zu deren Betrieb notwenigen Kohlendioxid-Zertifikate so stark erhöhen, dass die Anlagen unwirtschaftlich würden.
Sie erwarte, dass bis 2020 mehr als 40 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms Ökostrom sein wird, sagte Höhn. Der Stromverbrauch werde künftig sinken, da Verbraucher und Unternehmen sich wegen der gestiegenen Energiepreise für effizientere Geräte und Anlagen entschieden.
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