Atomkraftwerke stilllegen

Grüne wollen Atomausstieg festzurren - Anträge abgelehnt

Angesichts der anhaltenden Debatten um eine Neubelebung der Atomkraft auch in Deutschland wollen die Grünen den bereits beschlossenen Atomausstieg parlamentarisch bekräftigen. Dazu legte die Grünen-Fraktion mehrere Anträge vor, über die der Bundestag am Donnerstag beriet.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - So sollte der Bund unter anderem darauf dringen, besonders verwundbare Atomreaktoren, die lediglich gegen den Absturz leichter Sportflugzeuge gesichert sind, stillzulegen. Ferner forderten die Grünen, das umstrittene Atomendlager Asse II bei Wolfenbüttel in Niedersachsen zu schließen und die dort lagernden atomaren Abfälle herauszuholen. Die Anträge wurden mehrheitlich abgelehnt.

Gabriel kritisiert Grüne

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) warf den Grünen einen "pharisäerhaften Umgang" mit der Asse vor. Die Partei hätte schon in den sieben Jahren, in denen sie den Bundesumweltminister stellte, die Sanierung des Atomlagers forcieren können, betonte er. Damals habe man jedoch nicht hinschauen wollen und alles getan, um eine Zuständigkeit des Umweltministeriums zu verhindern. Gabriel sagte, das Motto des Winterschlussverkaufs "alles raus aber schnell" dürfe bei der Asse nicht gelten. Um die Menschen in der Gegend nicht zu gefährden, müsse Genauigkeit vor Schnelligkeit gehen.