Antrag

Grüne wollen Asse II Atomrecht unterstellen

Die Bundestagsfraktion der Grünen fordert, das Forschungsendlager Asse II in Niedersachsen dem derzeitigen Betreiber, dem Helmholtz-Institut-München, zu entziehen. Stattdessen soll das Lager künftig nach atomrechtlichen Maßgaben bewertet werden, hieß es in einem Antrag der Grünen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Weiter verlangt die Partei, dass alle geplanten Maßnahmen zur Vorbereitung eines Flutungskonzeptes gestoppt und entsprechende Alternativen erarbeitet werden. Zur Begründung heißt es, die Zustände in dem ehemaligen Salzbergwerk seien "nicht länger hinnehmbar".

Zwischen 1965 und 1973 seien dort, so die Grünen, insgesamt 125.787 Fässer mit leicht radioaktivem Müll eingebracht worden. Seit mindestens 20 Jahren sickere dort eine Salzlösung ein, Herkunft und exakter Verbleib der Flüssigkeit seien bislang ungeklärt. Zudem hätten die Betreiber zugeben müssen, dass in Teilen der eindringenden Lauge Cäsium 137 festgestellt worden sei und die Strahlenwerte bis zum Neunfachen über dem zulässigen Grenzwert lägen. Daher fordern die Grünen, die dafür Verantwortlichen, die radioaktive Kontamination verheimlicht hätten, zur Rechenschaft zu ziehen.